Reis - Der Allrounder unter den Kohlehydraten 

Die Reispflanze

Die Reispflanze zählt zu den wichtigsten und ältesten Kulturpflanzen der Erde. Ursprünglich stammt er aus China und wurde bereits vor 10.000 Jahren kultiviert. Seit 400 v. Chr. eroberte er von der gesamten Mittelmeerregion schließlich den Rest der Welt. Heute zählt Reis zu den wichtigsten Hauptnahrungsmittel bei der Weltbevölkerung. Mit mehr als 10.000 Sorten lässt sich Reis zu unterschiedlichen Gerichten verarbeiten.

In Deutschland isst ein Mensch im Durchschnitt ca. 5 kg im Jahr, in Asien hingegen sind es sagenhafte 90-150 kg. Reis ist ein Getreide und gehört aus botanischer Sicht zur Familie der Süßgräser. Insgesamt gibt es 19 Reisarten, wobei nur zwei der Erzeugung des Lebensmittels dienen: asiatischer und afrikanischer Reis. Eine Reispflanze trägt bis zu 3.000 Früchte. Die asiatische Sorte wird insbesondere in China, Indien und Südostasien angebaut. Dort hat Reis eine jahrtausendealte Tradition und gilt als Symbol für Glück, Fruchtbarkeit und das Leben.

Je nach Sorte braucht der Reis zwischen drei und acht Monaten, bis er geerntet werden kann. Die Aleuronschicht, Samenschale und Fruchtwand bilden zusammen das sogenannte Silberhäutchen. Nur Naturreis besitzt das Silberhäutchen und enthält damit die meisten Vitalstoffe. Reis findet man in jedem Supermarkt. Beim Kauf sollte auf Bio-Qualität geachtet werden, da der Umgang mit Pestiziden und Düngemittel in vielen Anbauländern noch viel großzügiger gehandhabt wird als in Europa.

Neben den klassischen Reiskörnern kann man auch Reismilch, Reiswaffeln, Flakes, Reissirup, Reisessig, Reismehl und vieles mehr kaufen. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Ob Sushi, Risotto, in der Paella, im Salat oder als Beilage zum Curry. 

Gesundheitsförderliche Eigenschaften 

Reis ist reich an Eiweiß und B-Vitaminen(außer Vitamin B12 und Folsäure). Die B-Vitamine sind vor allem für Stoffwechselfunktionen im Körper zuständig. Sie unterstützen die Konzentration und sorgen für Energie.

Der gekeimte Naturreis, der auch als GABA-Reis bezeichnet wird, ist besonders nährstoffreich. GABA ist eine Abkürzung und steht für „gamma-Aminobutyric acid“. Dabei handelt es sich um einen Neurotransmitter, der vom Körper nur in unzureichender Menge selbst hergestellt werden kann. in. GABA reduziert Nervenreizungen und hilft, Stress zu bewältigen. 

Dieser Neurotransmitter, der in gekeimtem Naturreis vorkommt, hat jedoch noch weitere besondere Fähigkeiten: So beeinflusst er beispielsweise den Blutdruck positiv, sorgt für den Abbau von Fett, den Aufbau von Muskeln, stärkt das Immunsystem, senkt Schmerzempfindlichkeit und fördert den Schlaf. Eine Studie besagt sogar, dass dieser eine präventive Wirkung gegen Alzheimer und andere Demenzformen haben soll und bei bereits bestehenden Demenzerkrankungen die Symptome lindert.

Die Herstellung läuft entweder mit der Warmwasser- oder Kaltwasser-Methode. Dabei wird der Naturreis zunächst in Wasser eingelegt, bevor dann nach ein paar Tagen die Reissprossen geerntet werden können. Durch das Keimen wird der Gehalt von Magnesium, Vitamin E, Kalium sowie der B-Vitamine erhöht.

In der traditionell chinesischen Medizin werden Reiskörner eingesetzt, um die Verdauung zu fördern, den Blutdruck zu senken, das Herz zu entlasten und den Körper zu entwässern.  

Das Risiko Reis?

Reis hat viele gesundheitlich wünschenswerte Inhaltsstoffe, jedoch kann Weißer Reis bei übermäßigem Verzehr zu einem metabolischen Syndrom führen, das durch Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Insulinresistenz gekennzeichnet ist. Das liegt daran, dass der glykämisch Index relativ hoch ist und die Kohlenhydrate vom Körper schnell aufgenommen werden.

So ist es zu empfehlen, den Reiskonsum einzuschränken oder noch besser auf Vollkornreis zurück zu greifen. Dieser verhindert die Symptome, insbesondere das Risiko an Diabetes zu erkranken, da er einen höheren Ballaststoffanteil enthält. Sie sorgen für einen langsamere Aufnahme von Kohlenhydraten.

Ein weiteres Risiko ist das in einigen Reissorten enthaltene Arsen. Dies ist eine chemische Substanz, die in der Erdkruste, aber auch in Phosphatdüngern vorkommt und durch das Wasser in den Reis aufgenommen wird. Nimmt ein Mensch zu hohe Mengen auf, kann Arsen zu Hautveränderungen, zu Gefäß- und Nervenschädigungen führen, sowie Herzkreislauferkrankungen fördern und reproduktionstoxisch (fruchtschädigend) wirken.

Das Arsen befindet sich vermehrt in der Schale, weshalb auch Vollkornreis nicht in rauen Mengen verzehrt werden sollte. Außerdem sollte der Reiskonsum von Kindern ebenfalls eingeschränkt sein. Um den Arsengehalt zu reduzieren sollte der Reis vor dem Kochen gewaschen werden. Zusätzlich gibt es Höchstwerte, die Hersteller einhalten müssen um Verbraucher nicht zu gefährden.

Nährwerttabelle pro 100 g

Kalorien349 kcal/ 1460 kJ
Eiweiß7 g
Fett1 g
Kohlenhydrate78 g
Davon Zucker-
Ballaststoffe1 g
Zutat Reis