Teff - Das kleinste Getreide der Welt

Teff wird auch als Zwerghirse bezeichnet und ist das kleinste Getreide der Welt. Ursprünglich stammt Teff aus Äthiopien und wird dort schon seit rund 6.000 Jahren angebaut. In Äthiopien ist Teff ein wichtiges Grundnahrungsmittel und zählt zu den ältesten kultivierten Getreidesorten. Dort ist Teffmehl Grundlage für das Nationalgericht Injera, ein ganz weiches Fladenbrot. Teff gehört zur Gattung der Kulturhirse und hat besonders kleine Körner. Eine Teff-Pflanze produziert etwa 10.000 Körner, die so klein wie Mohnsamen sind.

Etwa 150 Körner ergeben zusammen ungefähr die Größe eines Weizenkorns. Da das Schälen der Minikörnchen viel zu aufwendig ist, verarbeitet man sie grundsätzlich als ganzes Korn. Die Aussaat findet meist in der Regenzeit statt und wird drei Monate danach geerntet.  Es gibt weißen, hellbraunen, roten und fast schwarzen Teff, wobei die weiße Sorte am begehrtesten ist. Außerdem ist er als glutenfreie Alternative zu Weizen, Dinkel, Roggen und Co. für alle interessant, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden oder das Klebereiweiß vermeiden möchten.

Teff hat keine Saison und ist somit in gut sortierten Drogerie- und Supermärkte, in Reformhäusern und Bioläden das ganze Jahr über zu finden – ob als Flocken, Mehl oder Brot. Der Geschmack ist angenehm süßlich und leicht nussig. Die Verwendungsmöglichkeiten sind vielseitig. Er lässt sich als ganzes Korn zu süßen oder herzhaften Gerichten wie Brei, Aufläufen, Suppen oder Bratlingen verarbeiten. Obwohl Teffmehl kein Klebereiweiß besitzt, lassen sich stabile Brote, Kekse oder Pfannkuchen damit backen. Zudem sind Teffflocken eine tolle Abwechslung für das Frühstück und kommen auch gern als Topping für Müsli oder Porridge zum Einsatz, wie z.B. in unserem Dates & Crunch Müsli

Warum ist Teff so gesund?

Obwohl die Körner sehr klein sind, sind sie voller Mineralstoffe und Vitamine. Teff liefert komplexe Kohlenhydrate. Sie werden im Vergleich zu isolierten Kohlenhydraten wie z. B. Zucker oder Weißmehl nicht sofort vom Körper in Glukose umgewandelt. Dadurch wird das Sättigungsgefühl hinausgezögert, die Verdauung wird angekurbelt und der Blutzuckerspiegel wird lange auf einem konstanten Niveau gehalten. Der Ballaststoffanteil ist ebenfalls hoch, wodurch auch hier der Blutzuckerspiegel nach dem Essen langsamer ansteigt und weniger Insulin freigesetzt wird. Eine ausreichende Zufuhr an ballaststoffreichen Lebensmitteln kann das Risiko verringern, an Diabetes zu erkranken.

Teff zählt zu den eiweißreichsten Getreidesorten der Welt und enthält alle essentiellen Aminosäuren. Das Eiweiß weist eine hohe biologische Wertigkeit auf, wovon vor allem Sportler und Veganer profitieren können. Er enthält etwa 430 mg Kalium pro 100 g. Ein ausreichender Kaliumanteil im Körper ist wichtig, um Bluthochdruck, Nierensteinen, dem Verlust an Knochenmasse oder Schlaganfällen vorzubeugen. Der Eisengehalt ist in rotem Teff am höchsten. Eisen wird besser und schneller aufgenommen, indem man eisenhaltige Lebensmittel zusammen mit Vitamin C verzehrt. Eisen verbessert die Muskelfunktion, stärkt allgemein das Immunsystem, wirkt gegen kognitive Störungen wie Demenz und Alzheimer und stimuliert die Hirnaktivität.

Nährwerttabelle pro 100g

Kalorien367 kcal
Eiweiß13,3 g
Fett2,38 g
Kohlenhydrate73,13 g
Davon Zucker-
Ballaststoffe8 g