Quinoa - die Mutter aller Körner

 

Die Quinoapflanze

Quinoa ist bereits seit 6.000 Jahren ein nährstoff- und energiereiches Grundnahrungsmittel in der Andenregion Südamerikas. Damals wurde das Korn vom Volk der Inka als „Mutter aller Körner“ bezeichnet. Erst in den 90erJahren wurde sie im europäischen Raum immer bekannter und entwickelte sich bis heute zu einem wahren Superfood.

Importiert wird das Korn meist aus Bolivien und Peru. Quinoa ist ein Pseudogetreide und daher glutenfrei. Aus botanischer Sicht gehört Sie zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist eine uralte einjährige Kulturpflanze. Die Pflanze wird bis zu zwei Meter hoch und ist sehr robust. Sie wächst sowohl bei Hitze als auch bei Kälte, auf sandigem so wie auch salzigem Untergrund.

Die ausgewachsene Pflanze ist zudem auch genießbar. Die Blätter schmecken wie Spinat oder Mangold. Der Geschmack der kleinen Körner ist leicht nussig und vollmundig. Quinoa kann aber auch bitter schmecken. Das liegt an dem Stoff Saponin, der in der Schale der Samen steckt. Vor dem Zubereiten sollten die Samen daher nochmal gewaschen werden, um eine Großteil der bitteren Saponine zu entfernen. Grundsätzlich ist weiße Quinoa milder als die rote oder schwarze Sorte. Quinoa ist nicht nur in der vegetarischen oder veganen Küche eine Bereicherung für jeden Speiseplan. Das kleine Korn lässt sich wunderbar als Beilage zu Fleischgerichten, Salaten oder Suppen verwenden. Aber auch zum Frühstück bietet sie eine abwechslungsreiche Alternative. 

Was macht Quinoa so gesund?

In Quinoa sind alle neun essentiellen Aminosäuren enthalten sowie einige wichtige Mineralien. Gerade für Veganer und “Normalesser” Menschen stellt sie eine wohlschmeckende Gelegenheit dar, um dem Mineralstoffdefizit entgegen zu wirken. Quinoa liefert mehr Eisen und Calcium als Weizen oder Roggen. Außerdem ist es reich an Mangan und Kupfer. Beide Mineralien aktivieren die Bildung eines Enzyms, das wiederum die Mitochondrien vor schädlichen Oxidationsprozessen bewahrt und die roten Blutkörperchen vor freien Radikalen schützt.

Zusätzlich besitzt Quinoa einen hohen Anteil an Magnesium. Der Mineralstoff entspannt die Blutgefäße und beugt Gefäßverengung vor. Auch Menschen mit Migräne können von der positiven Wirkung profitieren und Schmerzattacken reduzieren. An dieser Wirkung ist auch Riboflavin (auch Vitamin B2 genannt) beteiligt: Riboflavin kann den Energiestoffwechsel der Zellen im Gehirn und der Muskelzellen fördern.

Außerdem enthält Quinoa die Aminosäure Tryptophan, die im Gehirn für die Herstellung des Glückshormons Serotonin gebraucht wird. Ein Mangel an Serotonin kann zu Depressionen, Schwermut und Trübsinnigkeit führen. Hier können tryptophanreiche Lebensmittel für allgemeines Wohlbefinden sorgen. Eine weitere besondere Aminosäure in der Quinoa ist Lysin. Lysin repariert einerseits zerstörtes Bindegewebe und verhindert andererseits dessen Auflösung durch die Enzyme der Krebszellen. Somit stoppt Lysin arteriosklerotische, entzündliche und allergische Prozesse.

Wie schon erwähnt ist Quinoa glutenfrei und daher für Glutenallergiker und Menschen mit Glutenunverträglichkeiten wie Weizenallergien sehr gut geeignet. Er ist nicht nur für Sportler ein hervorragender Energielieferant. Er beinhaltet komplexe Kohlenhydratverbindungen, die der menschliche Körper über einen längeren Zeitraum verwertet. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Level. Zusätzlich sorgen die enthaltenen Proteine bzw. Eiweiße für einen extra Kick.

Nährwerttabelle pro 100g Quinoa

Kalorien369 kcal
Eiweiß12,19 g
Fett5,94 g
Kohlenhydrate62,44 g
Davon Zucker-
Ballaststoffe6,86 g
Zutat Quinoa