Lupinen - die heimsiche Soja-Alternative

 

Die Lupinenpflanze

Lupinen gelten als heimische Alternative für Soja und werden schon seit viele Jahren gehandelt. Ursprünglich stammen sie aus Nordamerika und waren bereits 2.000 v. Chr. für die Ägypter mindestens genauso wichtig wie Getreide. Seit dem 19. Jahrhundert wurden sie in Europa eingeführt und wachsen seitdem auch in Deutschland als Wildstaude. Heute ist die Lupine ist neben der Erbse die wichtigste Körnerleguminose. 

Man unterscheidet zwischen drei Arten: der Gelben, Weißen und Blauen oder Schmalblättrigen Lupine, wobei der Anbau der blauen Lupine mittlerweile am meisten verbreitet ist. Aus botanischer Sicht sind Lupinen eine Gattung aus der Familie der Schmetterlingsblütler, einer Unterfamilie der artenreichen Hülsenfrüchten (Leguminosen). Die Gattung umfasst insgesamt um die 200 verschiedenen Arten. Im rohen Zustand haben viele einen hohen Gehalt an Bitterstoffen wie Saponinen und Alkaloiden.

In den 30er Jahren konnte man jedoch durch gezielte Züchtungen eine neue Sorte entwickeln: die Süßlupine. Bei der Süßlupine gehen aufgrund der Züchtung die Bitterstoffe verloren. Der Anbau von Lupinen findet hauptsächlich auf den sandigen Standorten Ost- und Norddeutschlands statt. Lupinen werden ökologisch angebaut und besonders Süßlupinen muss man nicht düngen, da sie sich den nötigen Stickstoff aus der Luft holen. Die Blütezeit beginnt Ende Mai und endet im Juli. Die Pflanze versorgt sich über das bis 1,5 m tiefe Wurzelwerk besonders gut mit Nährstoffen, da sie diese auch aus tieferen Bodenschichten aufnehmen kann. Die meisten Lupinenpflanzen sind recht anspruchslos, da diese auch auf karg-sandigen Böden gut wachsen.

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die Samen und Lebensmittel durch den regionalen Anbau keine langen und weniger umweltfreundliche Transportwege gehen müssen. 

Verzehr von Lupinen

Der Geschmack von Lupinen ist je nach Zubereitungsart unterschiedlich, aber tendiert meist zu einem neutralen, leicht nussigen Geschmack. Die Samen sowie Lebensmittel aus Lupinen kann man in gut sortierten Bio-Märkten und Reformhäusern sowie im Internet kaufen. Lupinenmehl kommt vor allem in der glutenfreien Backstube zum Einsatz. Mit Lupinenmehl lässt sich sowohl Süßes als auch Herzhaftes backen.

Um das Müsli oder den Salat aufzupeppen, eignet sich Lupinenschrot. Den verwenden wir z.B. auch in unserem Acai & Wildberry Porridge. Zusätzlich gibt es mittlerweile einen veganen Ersatz für den herkömmlichen Joghurt aus Lupinen. Und für diejenigen, die auf Koffein verzichten und trotzdem den Geschmack von Kaffee haben wollen, gibt es den Lupinenkaffee. Lupine ist also ein regionaler Alleskönner und zudem ein guter Ersatz für Soja. 

Was macht Lupinen so gesund?

Lupine hat einen sehr hohen Gehalt an Eiweiß. Eiweißhaltige Lebensmittel halten lange satt, fördern den Muskelaufbau, regulieren die Hormonhaushalt und sorgen allgemein für ein besseres Wohlbefinden. Außerdem produzieren Proteine fast alle Enzyme sowie einige Hormone. Durch Proteine ist der Körper in der Lage, Eisen aufzunehmen.

Außerdem konnten in Lupinen Phytoöstrogene entdeckt werden, die vor Brust und Prostatakrebs, Osteoporose im Alter und vor Herz-Kreislauferkrankungen schützen. Die Schale der Lupine enthält einen kleinen Anteil an Ballaststoffen. Süßlupinen besitzen weniger Fette als Sojabohnen und können somit auch beim Abnehmen helfen. Außerdem punkten die Samen mit essentiellen Aminosäuren.

Die Aminosäure Lysin, die in Lupine enthalten ist, wird für den Muskelaufbau und den Aufbau von anderen Aminosäuren benötigt. Zudem unterstützt es den Aufbau von Kollagen, das wiederum für eine straffe Haut und gesunde Haare sorgt. 

Allerdings kann Lupine bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen. Gerade Erdnussallergiker reagieren teilweise besonders heftig auf Lupine. Deshalb müssen Lupinen Bestandteile in Lebensmitteln seit 2007 EU-weit vollständig gekennzeichnet werden. 

Nährwerttabelle pro 100 g

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Zutaten Brombeere