Goldleinsamen - Einheimische Chiasamen

Goldleinsaat

Leinsamen

Der Lein ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Erde. Sie sind die Samen des Flachses oder auch Gemeiner Lein genannt. Die Pflanze wird zwischen 20 bis 100 cm hoch, hat kale schmale Stängel und blüht weiß oder fliederfarben. Leinsamen haben je nach Sorte eine braune oder gelbe Schale und schmecken leicht nussig. Heute wird der Lein bzw. die Leinsamen vielfältig in der Ernährung sowie zur Ölgewinnung eingesetzt. 

Seinen Ursprung hat der Gemeine Lein in Indien. Hier wurden die Leinsamen in der Naturheilkunde bei Brustschmerzen, Husten, Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden angewandt. Da der Lein zum Wachsen lediglich eine eine ausreichende Wasserversorgung benötigt, wächst er heute nahezu überall. Hauptsächlich werden Leinsamen in Kasachstan, Russland und Kanada angebaut, jedoch wächst er auch in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. In Deutschland ist er allerdings nur wild zu finden. Er wird im April ausgesät und kann im September geerntet werden. Lein gibt es in verschiedenen Sorten. Bei uns gibt es vor allem die braunen Leinsamen zu kaufen, aber auch die helleren, gelben Goldleinsamen.

Goldleinsamen vs. Leinsamen

Grundsätzlich bestehen Leinsamen aus ca. 30-40 % Fetten, einer großen Menge an Ballaststoffen und enthalten eine Reihe an Vitaminen. Sie eignen sich also  zur Unterstützung einer gesunden Ernährung. 

Die beiden Leinsamen-Sorten unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung, wobei sich die Fettsäureprofile und das Quellvermögen der Samen unterscheiden. 

Die Goldleinsaat enthält dabei mehr Linolsäure (Omega 6-Fettsäure) und weniger alpha-Linolensäure (Omega 3-Fettsäure) als die braunen Leinsamen. Die braunen Leinsamen besitzen hingegen ein ein höheres Quellvermögen als die Goldleinsamen.

Warum sind Leinsamen so gesund?

Heute zählen die Leinsamen ganz klar zu den Superfoods. Leinsamen haben eine ideale Verteilung der Makronährstoffe, denn sie enthalten 30-40 g Fett.  Dieses setzt sich fast ausschließlich aus mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren zusammen, wovon die Alpha-Linolensäure einen Anteil von etwa 50 % ausmacht. Leinöl hat damit eine der höchsten Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren aller bekannten Pflanzenöle. So ist das enthaltene Fett für den Körper sehr gesund: Es trägt beispielsweise zur Verbesserung der Gehirnleistung, der Verdauung und der Herzgesundheit bei. Leinöl wirkt zudem entzündungshemmend und unterstützt das Immunsystem. 

Weiter enthalten Leinsamen mit 24,4 g eine hohe Menge an pflanzlichen Proteinen und mit 35 g eine große Menge an Ballaststoffen, wobei sie keine Kohlenhydrate enthalten. Das Eiweiß der Leinsamen bildet durch das Aminosäureprofil und den großen Anteil in der Pflanze eine sehr gute und hochwertige pflanzliche Eiweißquelle. Der hohe Ballaststoffgehalt der Leinsamen wirkt sich ebenfalls sehr förderlich für die Gesundheit aus. Leinsaat erhöht das Volumen im Darm und bindet Wasser, sodass sie sättigt und die Verdauung fördert. Zusätzlich binden Ballaststoffe viele Giftstoffe und wirken so entschlackend. Auch verbessern sie die Cholesterinwerte im Blut, in dem sie Gallensäure binden, sodass diese ausgeschieden wird. Für dessen Neubildung wird dann das freie Cholesterin im Blut verwendet. 

Neben den Makronährstoffen enthalten Leinsamen Schleimstoffe, Linamarin, Lecithin, Sterine, Plastochromanol, die Vitamine B1, B2, B6 und E sowie Nicotin-, Fol- und Pantothensäure.

Die Schleimstoffe der Leinsamen wirken sich sehr positiv auf die Gesundheit aus. So können sie Beschwerden wie Sodbrennen und Magenbeschwerden oder Magenschleimhautentzündungen lindern. 

Das Vitamin B1 der Leinsamen unterstützt den Aufbau und die Funktionen des Nervensystems. Im Stoffwechseln spielt das Vitamin B2 eine zentrale Rolle und kann sich positiv auf Migräne-Beschwerden auswirken. Vitamin E hat gemeinsam mit den anderen Vitaminen eine antioxidative Wirkung auf den Körper, verringert so Alterungsprozesse im Körper und kann vorbeugend bei Krebs wirken. 

Wie und wo kannst du Goldeinsamen kaufen?

Leinsamen werden ganz, geschrotet oder auch als Mehl verkauft und können zur Herstellung von Leinöl verwendet werden.  Du kannst Leinsamen im Supermarkt, Reformhaus oder online kaufen. Wenn du auf den Ressourcenverbrauch und Nachhaltigkeit in Sachen Leinsamen achten möchtest, solltest du möglichst regionale Leinsamen kaufen. Wir verwenden Leinsamen auch in unseren Superfoodprodukten, wie z.B. bei unserem Cashew & Cacao Müsli

Worauf solltest du beim Verzehr achten?

Es heißt, dass Leinsamen Blausäure enthalte. Das stimmt allerdings nicht ganz: Leinsamen enthalten cyanogene Glucoside, welche zu Blausäure verstoffwechselt werden können. Cyanogene Glucoside sind in allen Pflanzen enthalten – jedoch in verschiedenen Konzentrationen. Dadurch ist der Körper evolutionär cyanogenen Glucosiden ausgesetzt. So vermutet man, dass der Körper Pflanzen beim Verzehr nicht so weit verstoffwechselt, sodass Blausäure entsteht und die cyanogenen Glucoside über den Urin ausgeschieden werden. Sollte dies nicht der Fall sein, werden beim Verzehr von 100 g Leinsamen 20 mg Blausäure frei. So sollte eine Person von 70 kg sicherheitshalber nicht mehr als 350-700 g Leinsamen pro Tag verzehren.

Nährwerttabelle pro 100 g Goldleinsamen

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