Blaumohn - Lecker und gesund

Die Mohnpflanze

Blaumohn ist eine der ältesten Kulturpflanzen und wurde schon vor über 5.000 Jahren angebaut und kultiviert. Der genaue Ursprung ist nicht bekannt, jedoch stammt er vermutlich aus Vorderasien. Aus botanischer Sicht zählt der Blaumohn zur Familie der Mohngewächse, der bis zu 120 Arten angehören. Die Pflanze wird ca. 1,3 m hoch und bekommt große, längliche Blätter. Die Blüten des Mons sind weiß, purpurviolett oder auch dunkelrot, je nach Sorte. Wird sie Befruchtet, entwickeln sich daraus die kleinen aromatischen Samen in einer grossen Samenkapsel. In den Kapselfrüchten befinden sich bis zu 30.000 Körner, die entweder blau-grau bis schwarz sind.

Heute wird Mohn meist in der Türkei, Nord- und Vorderindien, Griechenland, aber auch in den kälteren Regionen wie Holland, Ostfriesland, Württemberg und Baden angebaut. Klatschmohn findet man in Deutschland sehr häufig, da dieser auch als Zierpflanze angebaut wird. Die Blüten sind beim Klatschmohn tiefrot, dieser eignet sich nicht für die Verarbeitung in der Küche. Seinen Namen erhielt der Klatschmohn deshalb, da seine Blüten bei Wind und Regen aneinander klatschen.

Verzehr von Blaumohn

Blaumohn ist sowohl ganz als auch gemahlen in Reformhäusern, Bioläden oder auch Bäckereien zu finden und hat einen leicht nussigen Geschmack. So sind die Mohnsamen vor allem bei süßem Gebäck und Kuchen beliebt. So findet sich der Blaumohn auch gut in unserem Dates & Crunch Müsli ein. Aus ihnen lässt sich auch Mohnöl herstellen. Das hochwertige Nischenprodukt wird in Österreich in kleinen Mengen hergestellt und ist daher relativ teuer. Das kaltgepresste Öl eignet sich besonders gut für Salate und Kaltspeisen.

Vorsichtig sollte man jedoch bei nicht reifem Mohn sein, da dieser tatsächlich giftig ist und Morphin enthält. Im Handel findet man jedoch nur reifen Mohn, der zum Backen oder Kochen geeignet ist und nur eine sehr geringe Menge des giftigen Stoffs Morphin aufweist. Im Lebensmittelhandel wird der Mohn aber regelmässig auf den Opiatgehalt untersucht. Dabei sind die Grenzwerte sehr eng bemessen, sodass Chargen nur bei kleinsten Mengen vernichtet werden.

Ist Mohn trotzdem gesund?

Mit seinem etwa 2,5%igen Calciumanteil zählt Mohn zu den calciumreichsten Lebensmitteln überhaupt. Neben Calcium bringt Blaumohn weitere wichtige Mineralstoffe wie Magnesium und Zink mit. Zink gehört zu den lebensnotwendigen Spurenelementen, die tagtäglich zugeführt werden müssen. Ein ausreichender Zinkgehalt im Körper stärkt das Immunsystem, fördert den Aufbau von Muskeln und die Wundheilung.

Der Mineralstoff Magnesium sorgt für eine normale Funktion des Nervensystems, für einen gesunden Energiestoffwechsel und den Erhalt der Knochenfunktion. Ein Magnesiummangel kann unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelkrämpfen oder Herzrasen führen.

Zudem stecken im hohen Fettgehalt von 40-55 % hochwertige ungesättigte Fettsäuren wie die Linolsäure, die u. a. cholesterinsenkend wirkt. Außerdem besteht Blaumohn zu 20 % aus Eiweiß. Eiweiß ist ein Mikronährstoff, der mit der Nahrung aufgenommen wird. Man unterscheidet zwischen zwei Eiweißquellen: pflanzlichen und tierischen. Eine hohe biologische Wertigkeit erreicht man, indem man pflanzliche und tierische Lebensmittel mit Eiweiß kombiniert. Eiweißreiche Lebensmittel wie Mohn machen länger satt, sind gesund, unterstützen den Muskelaufbau und helfen beim Abnehmen.

Nährwerttabelle pro 100 g Blaumohn

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Blaumohn