Amaranth - Ein echtes Wunderkorn

Amaranth

Der Name „Amaranth“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie nicht welkend oder unsterblich. Bereits vor 3.000 Jahren zählten die Samen und Blätter der Pflanze zu den Grundnahrungsmitteln der Inkas und Azteken. Wie der Name schon sagt, verfügt Amaranth über eine große Menge an wichtigen Nähr- und Vitalstoffen. Die südamerikanischen Ureinwohner schrieben der Pflanze lebensverlängernde Heilkräfte zu.

Botanik von Amaranth

Aus botanischer Sicht gehören die Samen zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. In einer Pflanze können bis zu 50.000 Körner heranreifen. Außerdem zählt sie zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und wird heute in Süd- und Mittelamerika sowie in Europa angebaut. Die Blütezeit der Amaranthpflanze ist von Juli bis August und die Sammelzeit der Samen findet von September bis Oktober statt.

Beim Erntevorgang werden die Blütenstände zunächst abgeschnitten, bevor sie getrocknet werden und die winzigen Samen von alleine herausfallen. Je nach Klima und Wuchsbedingungen erreicht Amaranth eine Höhe von 30 cm bis hin zu mehreren Metern. Es gehört wie Quinoa zu den Pseudogetreiden und ist glutenfrei. 

Verzehr von Amaranth 

Amaranth schmeckt fein nussig und lässt sich vielseitig einsetzen. Weltweit gibt es zahlreiche Sorten, darunter der Dreifarben Amaranth.  Dessen Blätter und Stängel sind essbar und können wie Spinat zubereitet werden. Es ist sehr vielseitig und kann roh, gekocht, geröstet, gepoppt oder auch gepufft verzehrt werden. Er ist in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich. Jedoch sollte beim Kauf auf Bio-Qualität geachtet werden, da diese frei von Pflanzenschutzrückständen und chemischen Düngemitteln sind. 

Das Pseudogetreide eignet sich besonders gut als Beilage zu Salaten, Müslis oder auch Süßspeisen. Zusätzlich lässt sich Amaranth auch gut beim Backen verwenden. Er muss jedoch zur Herstellung von Keksen oder Brot mit anderen Mehlsorten gemischt werden, da der Pflanze die Klebstoffe fehlen, die als Bindemittel für den Teig dienen.

Popcorn kennt jeder, aber was ist Pop-Amaranth? Es ist keine populäre Variante, sondern eine vergrößerte Version des Superfoods. Die Körner lassen sich wie Mais luftig "aufpoppen". Die neue spannende Textur eignet sich perfekt für unsere Superfood-Müslis, bietet mehr Volumen und sorgt für ein lockeres Mundgefühl. Jetzt kannst du die kleinen Wunderkörner mit der Zunge intensiver wahrnehmen. Und das Beste: Beim "Verpuffen" bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe wie Calcium und Eisen in den Amaranth Pops erhalten. 

Was macht Amaranth so gesund?

Amaranth enthält wenig Kohlenhydrate und hat einen relativ hohen Ballaststoffanteil, welcher sich positiv auf das Sättigungsgefühl und die Darmgesundheit auswirkt. Zudem sind die zwei enthaltenen Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren essentiell, da der Körper diese nicht selbst herstellen kann. Gerade Omega 3-Fettsäuren wirken sich auf die Gerinnungsfähigkeit und Fettwerte des Blutes aus und können somit vor Herz-Kreislauferkrankungen schützen.

Ein Tipp für Sportler

Amaranth gehört auch zu den Geheimtipps für Sportfans, da es einen Anteil von 14 % an Proteinen besitzt. Wer an Eisenmangel leidet, kann durch die Aufnahme seine Eisen-Werte verbessern, da er reich an Eisen ist. Außerdem ist Amaranth reich an Aminosäuren, darunter Lysin. Aminosäuren sind Bausteine der Proteine, da der Körper bei einem Mangel nur eine begrenzte Menge an Proteinen herstellen kann. Lysin ist für die Herstellung von L-Carnitin sowie für den Aufbau von Kollagen wichtig.

L-Carnitin spielt wiederum eine wichtige Rolle bei dem Energiestoffwechsel und der Fettverbrennung. Bei einem Mangel an Kollagen runzelt die Haut, dem Bindegewebe fehlt es an Spannkraft und die Knochen werden spröde. Eine weitere besondere Eigenschaft von Lysin ist die Bildung von Metastasen, um Krebserkrankungen zu stoppen.

Mikronährstoffe von Amaranth

Der Magnesium- und Calciumgehalt ist mit jeweils 330 mg und 215 mg auch sehr hoch. Magnesium ist im Körper wichtig für die Muskulatur, Stabilität der Knochen und einem gesunden Herzmuskel. Kalzium hingegen ist ein wichtiger Bestandteil des Skeletts und unverzichtbar für den Knochenbau, die Knochendichte sowie für die Zähne. Amaranth ist damit nicht umsonst seit Jahrtausenden ein Grundnahrungsmittel äußerst gesunder, langlebiger und leistungsfähiger Völker.  

Nährstofftabelle pro 100 g

Kalorien370 kcal
Eiweiß15 g
Fett6 g
Kohlenhydrate64 g
Davon Zucker-
Ballaststoffe9 g