Maulbeeren - Beerenstark

 

Ursprünglich kommt die Maulbeere aus Asien und Nordamerika. Heute sind drei Arten der Maulbeere in Europa zu finden: die Rote, Weiße und Schwarze Maulbeere. Die Rote und Schwarze Maulbeere eignen sich am besten für den Verzehr, während die Weiße Maulbeere hauptsächlich als Ziergewächs vorkommt. 

Maulbeeren gehört zur Familie der Maulbeergewächse, denen z. B. auch Feigen und der Gummibaum angehören. Maulbeerbäume werden ca. 6-15 m hoch und wachsen gut unter ähnlichen Bedingungen wie Wein. Sie mögen es also gerne warm??? Geerntet werden Maulbeeren zwischen Ende August und Anfang September. Die Maulbeere ist zwar keine Brombeere, ähnelt ihr aber vom Aussehen und Geschmack. Die frische Maulbeere ist lecker und saftig süß; jedoch sind die Beeren sehr empfindlich und nicht für den Transport geeignet, sodass Maulbeeren in Deutschland fast ausschließlich getrocknet verkauft werden. 

Warum sind Maulbeeren so gesund?

Die Maulbeere lässt sich mit ihren vielen positiven Eigenschaften als Superfood einordnen. Sie enthält im Vergleich zu anderen Obstsorten mit 1,4 g viel Eiweiß. Ihr vielfältiges Aminosäureprofil weist essentielle Aminosäuren wie Threonin, Histidin, Lysin und Leucin auf. Das macht die Maulbeere zu einem hervorragenden pflanzlichen Eiweißlieferanten für Veganer und Vegetarier. Auch für Sportler bilden Maulbeeren eine wertvolle Komponente der Ernährung. Maulbeeren enthalten zusätzlich hochwertige gesunde Fettsäuren und sind reich an Ballaststoffen. Beide Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf die Darmaktivitäten aus. So wird die Aufnahme von Zucker ins Blut verlangsamt, wodurch der Anstieg des Blutzuckerspiegels reguliert wird. Dies ist vor allem für Diabetiker vorteilhaft. Außerdem helfen die Ballaststoffe der Maulbeeren dabei, Giftstoffe im Körper zu binden, schneller auszuscheiden und die Darmflora zu regulieren. Ähnlich regulieren die Ballaststoffe auch den Cholesterin-Haushalt, indem sie Gallensäure binden. Für dessen Neubildung wird körpereigenes Cholesterin verwendet und der Gesamt-Cholesterinspiegel sinkt. 

Neben Makronährstoffen sind Maulbeeren auch reich an verschiedenen Mineralien wie Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium, Phosphor und Zink. Durch die Kombination von Eisen und Kupfer in der Maulbeere ist die Eisen-Aufnahme sogar besser als bei Spinat. Das Eisen ist eine wichtige Komponente der Blutbildung und zentral für das Bilden von Hämoglobin. Dieses ermöglicht im Blut den Transport des Sauerstoffs. Das Kalium und Natrium der Maulbeere unterstützen den Körper bei der Regulation des Flüssigkeitshaushaltes; das Kalzium unterstützt den Aufbau von Knochen und Gewebe. 

Neben Mineralien enthalten Maulbeeren viel Vitamin A, B,  C und K. Das Vitamin C unterstützt vor allem das Immunsystem und hilft so dabei, den Körper vor Infektionskrankheiten zu schützen. Das Vitamin A unterstützt die Regulation des Zellwachstums, steuert die Reaktionen des Immunsystems, reduziert Oxidationsprozesse und fördert den Schutz des Auges. Das Vitamin B unterstützt den Metabolismus, senkt den Blutdruck und wirkt sich positiv auf die Verknüpfungen im Gehirn aus. 

Ein weiterer großer Bestandteil der Maulbeeren sind Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe. Beide haben gesundheitlich viele Vorteile: Sie fangen freie Radikale, welche die Bildung von Krebs,  Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Volkskrankheiten fördern sowie Alterungsprozesse beschleunigen können. Die Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffe der Maulbeere schützen also die Zellen und können Alterungsprozesse verlangsamen. Auch können sekundären Pflanzenstoffe  für Harnwegsinfektionen verantwortliche Bakterien binden. 

Zusätzlich enthalten Maulbeeren Enzyme, die den Stoffwechsel anregen und den Körper beim effektiven Verbrennen von Kalorien helfen.

Kalorien53 kcal / 222 KJ
Eiweiss1.4 g
Fett0.4 g
Kohlenhydrate10.0 g
davon Zucker8.0 g
Ballaststoffe1.7 g

 

Maulbeeren